Augustinerchorfrauenstift Immichenhain
Kloster in Deutschland
Das Augustinerchorfrauenstift Immichenhain war ein Kloster im Ortsteil Immichenhain der Gemeinde Ottrau im Schwalm-Eder-Kreis. Es lag am westlichen Ende der Niederterrasse und in der Talmulde, direkt oberhalb des Dorfs, das nach der Klostergründung entstand. Ursprünglich ein Prämonstratenser-Doppelkloster, wurde es im 13. Jahrhundert zum Augustiner-Chorfrauenstift. Die Klosterkirche, heute Dorfkirche, war der Hl. Maria geweiht. Das Stift war bis 1527 einflussreich, wurde aber mit der Reformation aufgelöst. Die verbliebenen Chorfrauen wurden abgefunden, und das Gut wurde landgräfliche Domäne. 1538 erhielt Konrad Diede zum Fürstenstein eine Hälfte des Klosterguts, während die andere Hälfte zur Finanzierung von Hof- und Landesverwaltung diente. Das Stift wurde im 16. Jahrhundert durch die Diede-Familie weitergeführt, bis es 1807 an Jérôme Bonaparte und später an Pierre Alexandre le Camus überging. Heute gehören die ehemaligen Klostergebäude der Hessischen Staatsdomäne. Die ehemalige Klosterkirche wird von der Stephanusgemeinde genutzt. Sehenswert sind der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert und Grabplatten der Diede-Familie. Die Lage des Klosters im Tal und die historischen Bauten prägen den heutigen Zustand des Ortes.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Ottrau
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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