Prachovské skály v Českém ráji
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Die Prachovské skály, deutsch Prachauer Felsen, sind ein Sandsteinfelsgebiet und Naturreservat im Landschaftsschutzgebiet Böhmisches Paradies, etwa fünf bis sieben Kilometer nordwestlich von Jičín zwischen den Orten Prachov, Pařezská Lhota, Dolní Lochov und Blata. Das Massiv entstand im Erdmittelalter aus den Ablagerungen eines flachen Kreidemeeres. Das Gelände liegt zwischen 350 und 460 Metern Höhe; die Felsen bestehen durchweg aus mittelfestem bis weichem Sandstein und sind stark vertikal gegliedert. Seit 1933 stehen rund 240 Hektar unter Naturschutz. Funde belegen eine Besiedlung seit der Steinzeit, im 8. Jahrhundert nutzte ein slawischer Burgwall die natürliche Wehrhaftigkeit des Geländes. Später gehörte die Gegend zur Herrschaft Veliš, die 1625 an die Waldstein und 1637 an Oberst Jindřich Šlik fiel; dessen Familie besaß sie bis zur Verstaatlichung 1948 und erhielt sie 1996 zurück. 1866 wurde in der Nähe eine Schlacht des Preußisch-Österreichischen Krieges ausgetragen. Erschlossen wurde das Gebiet ab dem 19. Jahrhundert: 1874 vermaß der Jičíner Gymnasialprofessor Antonín Zefyrin Maloch die Felsen mit Kompass und Schrittzählung, 1879 markierten seine Schüler die ersten Wege und gaben eine Karte heraus. Geklettert wird hier seit 1908. Heute führen drei Rundwege durch die Felsenstadt, in der 13 hergerichtete Aussichtspunkte liegen; zu den bekanntesten Gebilden zählen die Rabenfelsen sowie die Prachauer Nadel und Mütze. Mitten in den Felsen liegt das Naturbad Pelíšek, nordwestlich die Felsenburg Pařez. Die Besucherzahl wird auf etwa 300.000 im Jahr geschätzt.
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- Horní Lochov942 m
- Prachovské skály700 m
- Prachov1.1 km
- Dolní Lochov1.7 km
- Pařezská Lhota1.7 km
- Ohaveč2.2 km
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