Belgica vicus
archäologische Stätte in Deutschland
Der Belgica vicus liegt bei Euskirchen-Billig und ist ein gut erforschter römischer Vicus im Rheinland. Er befindet sich an einer Abzweigung der Römerstraße Trier–Köln, genannt Marmagen–Wesseling, und wird mit dem in Itinerarium Antonini erwähnten Belgica vicus identifiziert. Die Siedlung war Teil einer römischen Straßennetzstruktur und verfügte über Verbindungen nach Zülpich und vermutlich nach Bonn, was den dreieckigen Grundriss der Siedlung erklärt. Der Vicus von Billig wurde ab den 1880er Jahren erforscht, wobei bis heute nur etwa ein Fünftel der Siedlung archäologisch untersucht werden konnte. Dabei wurden Grundrisse von 20 Streifenhäusern erfasst, die nicht hypokaustiert waren, was auf geringeren Wohlstand hindeutet. Ein mehrstöckiges Gebäude wird vermutet, das möglicherweise eine mansio oder eine Benefiziarier-Station war. Funde deuten auf eine Versorgung der umliegenden villae rusticae hin. Im Bereich des Belgica vicus gibt es einen dreieckigen Siedlungsraum mit Verbindungen zu Zülpich und vermutlich nach Bonn. Die Siedlung wurde nach dem Bataveraufstand im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet und war von germanischen Ubier konzipiert. Sie wurde nicht befestigt, doch Münzfunde belegen eine Belegung bis ins 5. Jahrhundert. Der Bereich ist als Bodendenkmal geschützt, und Funde müssen an die Denkmalbehörden gemeldet werden.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Euskirchen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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