Keszthely-Fenékpuszta (Castellum)

archäologische Stätte in Ungarn

Das Binnenkastell Keszthely-Fenékpuszta liegt im Ortsteil Fenékpuszta der Stadt Keszthely in Ungarn. Es war Teil des römischen Limes Pannonicus und wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. errichtet. Die Festung stand im Zentrum der spätrömischen Befestigungen und war bis ins 9. Jahrhundert besiedelt. Sie war eine der größten Bauten Pannoniens und zählt zu den Innenbefestigungen. Die Anlage war rechteckig mit runden Türmen und lag am westlichen Ende des Plattensees. Das Kastell war militärisch und logistisch von großer Bedeutung. Es diente als Stützpunkt für mobile Heere und als Nachschubbasis. Im Kriegsfall konnten sich Soldaten und Zivilisten in der Festung versammeln. Die Anlage war gut für die Verteidigung geeignet, da sie von Wasser umgeben war und wichtige Verkehrswege kreuzten. Die Ausgrabungen in Fenékpuszta begannen im 19. Jahrhundert und dauern bis heute an. Über 1000 Bestattungen und 29 Steinbauten wurden gefunden, darunter eine Basilika und ein Getreidespeicher. Die Festung war bis ins 5. Jahrhundert militärisch genutzt und wurde später von den Goten als Residenz genutzt. Sie entwickelte sich zu einem zivilen Oppidum und blieb bis in die Völkerwanderungszeit bestehen. Die Gräberfelder um die Anlage zeigen, dass die Festung auch nach dem Einzug der Langobarden weiterhin als Siedlungsplatz und Wirtschaftszentrum genutzt wurde. Die Mauerreste sind heute öffentlich zugänglich und werden durch eine Infotafel erklärt.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

Art
Archäologische Stätte
Ort
Keszthely

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