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Fraterhaus Herford

Niederlassung der Brüder vom gemeinsamen Leben (Fraterherren) im ostwestfälischen Herford von 1428 bis 1801

Das Fraterhaus Herford war eine Niederlassung der Brüder vom gemeinsamen Leben (Fraterherren) in Herford. Es wurde 1428 gegründet und bestand bis 1801. Die Einrichtung war bis 1525 als lutherische Gemeinschaft organisiert. Die Brüder lebten am Nordrand der Herforder Neustadt, direkt am Ufer der Werre, und betrieben vor allem das Abschreiben und Binden von geistlichen Büchern. Sie verstanden sich nicht als Mönche und kannten keine Gelübde. Die Reformationszeit war entscheidend für das Fraterhaus. Ab 1525 war es lutherisch, und die Brüder sowie die Schwestern des Schwesternhauses lehnten die Aufhebung ihrer Gemeinschaftsform ab. Martin Luther unterstützte sie und erkannte ihre Rechtsstellung an. Die Brüder blieben bis 1542 in ihrer Gemeinschaft, obwohl sie im Konflikt mit der Stadt und der Pfarrerschaft standen. Sie vertraten eine Form der Frömmigkeit, die dem Renaissance-Humanismus und der Devotio moderna entsprach. Im 19. Jahrhundert wurde das Fraterhaus aufgelöst, und die Gebäude wurden für andere Zwecke genutzt, wie ein Land-Armenhaus und ein Zucht- und Arbeitshaus. Die Einrichtung blieb bis 1801 bestehen, wobei sie bis 1525 lutherisch war. Die Brüder lebten auf dem Hollande und betreuten den Studentenhof ab 1430. Sie hatten einen engen Kontakt zu Martin Luther und wurden von ihm unterstützt, um ihre Gemeinschaft zu bewahren.

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Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Herford

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