Hedeby

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Kreis Schleswig-FlensburgBezirk Kreis Schleswig-Flensburg

Hedeby

bedeutende Siedlung dänischer Wikinger bzw. schwedischer Waräger

Haithabu, auch bekannt als Hedeby, war eine bedeutende Wikingersiedlung im Süden der Kimbrischen Halbinsel, am Ende der Schlei. Der Ort lag im heutigen Deutschland, im Gebiet der Gemeinde Busdorf. Er wurde um 770 gegründet und zerstört 1066. Haithabu war ein zentraler Handelsplatz zwischen Skandinavien, dem Baltikum und Westeuropa und zählt heute als Weltkulturerbe. Der Halbkreiswall um die Siedlung und das Danewerk sind Teil des Naturschutzgebietes „Haithabu-Dannewerk“. Haithabu war im 10. Jahrhundert mit mindestens 1500 Einwohnern der bedeutendste Handelsplatz des westlichen Ostseeraums. Die Siedlung lag an der Kreuzung zweier Handelsrouten: des Ochsenwegs und des Seewegs über die Schlei. Handelsgüter wurden über Land und Wasser transportiert, wobei die Schlei als Meeresarm der Ostsee die kürzeste Verbindung zwischen Ostsee und Nordsee bot. Die Siedlung war ein wichtiger Umschlagsplatz für Waren aus Norwegen, Schweden, Irland, dem Baltikum, Konstantinopel und dem fränkischen Reich. Die Siedlung umfasste Hallenhäuser aus Holz und Flechtwerk, die mit Reet oder Stroh gedeckt waren. Der Halbkreiswall umschloss 26 Hektar und schützte die Stadt. Die Siedlung war von mehreren Gräberarten und Werkstätten geprägt, was auf ein vielfältiges Völkergemisch und den Einfluss der Christianisierung hinweist. Die Anlage wurde durch den Bau eines Verbindungswalls mit dem Danewerk geschützt. Die Zerstörung im Jahr 1066 führte zur Verlassenheit des Ortes und zur Ausbreitung der Siedlung nach Norden, wo die Stadt Schleswig entstand.

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Art
Archäologische Stätte, historische Stadt
Ort
Busdorf
Adresse
Am Haddebyer Noor 32, 4866 Busdorf
Denkmalstatus
Teil einer UNESCO Welterbestätte

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