Norddeutschland

Alter Elbtunnel

Der Alte Elbtunnel, offiziell St.-Pauli-Elbtunnel, verbindet die Landungsbrücken mit der Hafeninsel Steinwerder. Er unterquert die Norderelbe auf 426,5 Metern in zwei parallelen Röhren von je 4,8 Metern Durchmesser und liegt bis zu 24 Meter unter der Wasseroberfläche. Zugänglich ist er über Aufzugsschächte an beiden Ufern, in denen bis heute die alten Fahrkörbe verkehren. Gebaut wurde der Tunnel zwischen 1907 und 1911 unter Leitung von Otto Stockhausen im Druckluftverfahren, das damals als technisch anspruchsvoll galt: Drei Arbeiter starben an der Taucherkrankheit, zwei weitere bei Unfällen. Die Kosten beliefen sich auf 10,7 Millionen Goldmark. Am 7. September 1911 wurde er für Fußgänger freigegeben, am 30. November desselben Jahres auch für Fahrzeuge. Er löste das Problem, dass zehntausende Werftarbeiter täglich über die Elbe mussten. Seit 2003 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz, 2011 wurde es zum Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland erklärt. Heute ist der Tunnel rund um die Uhr für Fußgänger und Radfahrer offen; für Autos ist er seit der Sanierung ab 2019 gesperrt. Der Weg hindurch dauert zu Fuß zehn bis fünfzehn Minuten. In den gekachelten Röhren sitzen kunstvolle Reliefs und Zierelemente, die den Tunnel zu einem beliebten Fotomotiv machen. Eine Aussichtsplattform am Zugang gibt zusätzlich den Blick über die Landungsbrücken frei.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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