Normandie

Tumulus de la Hogue

Der Tumulus de la Hogue bei Fontenay-le-Marmion, südlich von Caen, ist ein jungsteinzeitliches Grabmonument und gehört zu den ältesten seiner Art an der französischen Atlantikseite. Datiert wird er auf etwa 4500 bis 4000 vor Christus – er ist damit rund sechstausend Jahre alt und älter als die ägyptischen Pyramiden. Seine Erforschungsgeschichte beginnt früh. Bereits 1829 erkannte die Société des Antiquaires de Normandie den Hügel als Denkmal und führte dort die ersten Grabungen durch. Damals war er 6,60 Meter hoch – ein Hinweis darauf, wie viel Substanz solche Anlagen in zwei Jahrhunderten verlieren können. Seit 1905 steht der Tumulus unter Denkmalschutz und befindet sich im Eigentum des französischen Staates. Diese frühe Aufmerksamkeit ist für die Region bemerkenswert: Die normannische Altertumsgesellschaft gehörte zu den ersten Vereinigungen Frankreichs, die vorgeschichtliche Bauten systematisch untersuchten, und la Hogue war eines ihrer ersten Objekte. Der Zugang ist eingeschränkt. Besichtigungen finden im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals statt, also an einem Wochenende im September; außerhalb dieser Termine ist der Ort nicht regulär zu besichtigen. Wer die Reise plant, sollte den Termin vorab prüfen. Der Tumulus liegt am Ortsrand von Fontenay-le-Marmion in der offenen Ebene der Plaine de Caen – einer Landschaft, die seit der Jungsteinzeit landwirtschaftlich genutzt wird und deshalb erklärt, warum die frühen Bauern gerade hier siedelten.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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