Hünenkeller
Großsteingrab in Deutschland
Der Hünenkeller war ein prähistorisches Großsteingrab in der Gemarkung des Stadtteils Westerhüsen in Magdeburg. Die Anlage lag nordwestlich des Dorfes, vermutlich im Bereich der heutigen Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig. Sie wurde im 18. Jahrhundert noch beschrieben, wobei Samuel Walther sie als „vornehmste Platz der Abgotterey unserer Gegend“ bezeichnete. Die genaue Lage und Aussehen der Grabanlage sind heute nur noch aus historischen Quellen bekannt. Der Hünenkeller wurde vermutlich zerstört, als die Steine als Baumaterial genutzt wurden. Die Grabanlage war bereits 1838 bei der Eisenbahnbaumaßnahme verschwunden. Ein Weg namens Hünenkellerweg verlief ursprünglich quer über das Bahngelände und verschwand mit der Bahntrasse. Bei der Bahnbaustelle wurden vorgeschichtliche Gräber, Werkzeuge und Steinäxte gefunden. Die Straße Am Hünenkeller trägt den Namen bis heute. Die Grabanlage war Teil der Landschaft Westerhüsen und beeinflusste möglicherweise lokale Sagen, wie die vom Isis-Tempel. Die Anlage selbst ist nicht mehr erhalten, doch ihre Spuren sind in der Region noch spürbar. Die Bahnstrecke und der Name der Straße erinnern an die historische Präsenz des Hünenkellers.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
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