Langmauer
archäologische Stätte in Deutschland
Die Langmauer ist eine römerzeitliche Befestigungsanlage aus dem 4. Jahrhundert, die unter Kaiser Valentinian I. errichtet wurde. Sie erstreckt sich über etwa 72 km und schützte einen kaiserlichen Domänenbezirk mit einer Fläche von rund 220 km². Die Mauer war Teil der spätantiken Grenze und wurde später von fränkischen Königen übernommen. Sie umschließt ein Gebiet mit fruchtbaren Kalkböden und war vermutlich zum Schutz vor Wildtieren gedacht. Die Langmauer ist ein bedeutendes archäologisches Zeugnis der römischen Epoche. Sie besteht aus einem etwa 60 cm breiten Steinbau mit Stützpfeilern und Lisenen. In der Mauer wurden zwei Inschriften und militärische Funde gefunden, die auf die Einheit der Primani hinweisen. In Kordel, Butzweiler und Welschbillig sind Reste der Anlage erhalten, wobei in Herforst ein Teilstück aus originalen Steinen rekonstruiert wurde. Die Villa von Welschbillig beherbergte den „Hermenweiher“ mit 112 Hermen, die heute im Rheinischen Landesmuseum Trier ausgestellt sind. Besucher können die Ruinen der Langmauer in Kordel und Butzweiler erkunden. In Herforst wurde ein Teil der Mauer aus ursprünglichem Steinmaterial wiederhergestellt. Die Anlage umschließt fruchtbare Böden und war vermutlich Teil der Versorgungslinien für den römischen Hof in Trier. Die Umgebung bietet Einblicke in die römische Landwirtschaft und die spätrömische Geschichte. Die Mauer ist Teil eines größeren Netzwerks von Befestigungen und ist mit dem Palatiolum in Trier-Pfalzel vergleichbar.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Rheinland-Pfalz
V okolí
- Burg Ramstein (Kordel)826 m
- Genovevahöhle1.3 km
- Kordel2.7 km
- Stadtbefestigung Ehrang3.4 km
- Benediktinerkloster St. Maria ad Martyres5.3 km
- Sender Trier5.4 km
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