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St. Stephan (Tangermünde)
Kirchengebäude in Tangermünde, Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt
St. Stephan in Tangermünde ist eine evangelische Kirche im Stil der norddeutschen Backsteingotik. Sie steht im Zentrum der Stadt und wurde im 13. Jahrhundert als romanische Basilika errichtet. Der Neubau im gotischen Stil begann im 14. Jahrhundert und umfasst eine dreischiffige Hallenkirche. Der Nordturm, der 1617 durch einen Stadtbrand beschädigt wurde, ist heute mit einer Höhe von 87,5 m der höchste Kirchturm der Altmark. Die Kirche besitzt eine weitgehend original erhaltene Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert. Dazu zählen die steinerne Kanzel aus dem Jahr 1619, ein barocker Hochaltarretabel aus dem Jahr 1705 sowie eine hölzerne Empore mit 41 Bildfeldern aus der Genesis. Die Kapelle im Nordflügel gedenkt der Weltkriegstoten, und im Chorumgang hängt ein Gemälde aus dem Jahr 1697. Die Scherer-Orgel aus dem Jahr 1623/1624 ist ein bedeutendes Beispiel der Renaissance-Orgelbaukunst. Die Kirche bietet Räume mit farbiger Raumgestaltung aus der Spätgotik und eine astronomische Uhr im Chorumgang, die 2000 fertiggestellt wurde. Sie ist das Ergebnis einer über zehnjährigen Arbeit und symbolisiert die Verbundenheit der Stadt zur Hansezeit. Die Glocken, die seit 1869 im Kirchengebäude hängen, wurden während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmt, blieben aber unversehrt. Die astronomische Uhr ist die jüngste dieser Art im deutschsprachigen Raum.
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- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Tangermünde
- Baustil
- Backsteingotik
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt
V okolí
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