Westdeutschland

Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein stillgelegtes Hüttenwerk, das nicht abgerissen, sondern zum öffentlichen Park erklärt wurde. Auf rund 180 Hektar stehen Hochöfen, Gießhallen, Erzbunker und ein Gasometer weiter an ihrem Platz, umgeben von Gärten, Wiesen und Wasserläufen. Der Zutritt ist frei und rund um die Uhr möglich. Gegründet wurde das Werk 1902 von August Thyssen, die Roheisenproduktion begann im Mai 1903. Fünf Hochöfen erzeugten in gut acht Jahrzehnten rund 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen; 1985 ging mit Hochofen 5 der letzte vom Netz. Statt einer Abrissfläche entstand daraus ein Entwurf des Büros Peter Latz + Partner, umgesetzt zwischen 1990 und 1999 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park; seit 1994 ist das Gelände öffentlich zugänglich. Der Umgang mit der Substanz ist dabei ungewöhnlich konsequent: Die Anlagen wurden nicht kaschiert, sondern nutzbar gemacht. Hochofen 5 dient heute als Aussichtsturm und lässt sich bis zur zweithöchsten Plattform besteigen. Im Gasometer, gefüllt mit 20.000 Kubikmetern Wasser, liegt ein Tauchzentrum; in den ehemaligen Erzbunkern klettert man an präparierten Wänden, in der Gießhalle hängt ein Hochseilgarten, für Kinder gibt es eine große Röhrenrutsche und einen Bauernhof. Ein Rundweg der Industriekultur erschließt die Geschichte des Werks. Abends setzt eine Lichtinstallation von Jonathan Park die Anlagen farbig in Szene.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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