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Museo Atlántico

Das Museo Atlántico liegt vor der Südküste von Lanzarote in der Gemeinde Yaiza, rund 300 Meter vor der Marina Rubicón bei der Playa de las Coloradas – und zwar auf dem Meeresgrund. Es ist das erste Unterwassermuseum des Atlantiks und Europas und zählt zu den ersten weltweit. Entworfen hat es der Künstler Jason deCaires Taylor; getragen wurde das Vorhaben vom Cabildo de Lanzarote und mitfinanziert von der Regierung der Kanaren. Nach drei Jahren Bauzeit wurde es am 10. Januar 2017 offiziell eröffnet. Auf 2500 Quadratmetern stehen rund 300 lebensgrosse Skulpturen, dazu eine 30 Meter lange Mauer von 100 Tonnen Gewicht. Die Figuren entstehen in einer Werkstatt am Hafen und werden in zwölf Metern Tiefe abgesetzt; der Meeresboden an dieser Stelle wurde eigens wegen seiner Beschaffenheit gewählt. Die Skulpturen zeigen Menschen bei alltäglichen Handlungen, jede mit eigenem Gesichtsausdruck und eigener Haltung. Einzelne Werkgruppen nehmen Bezug auf die Insel und ihre Gegenwart, etwa «La balsa de la Lampedusa», die an Überfahrten in offenen Booten erinnert, oder «El desregulado». Halb menschliche, halb kaktusartige Gestalten bilden den Jardín Híbrido. Die Anlage ist zugleich als künstliches Riff gedacht: Seit dem Versenken der ersten Figuren 2016 haben sich Flora und Fauna erholt, zu sehen sind Schwärme von Barrakudas und Sardinen, Schwämme, Kraken und sogar Engelhaie. Besichtigen lässt sich das Museum schnorchelnd von der Oberfläche aus oder tauchend mit Flasche.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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