Normandie

Les falaises des Vaches Noires

Die Falaises des Vaches Noires ziehen sich zwischen Houlgate und Villers-sur-Mer an der Küste entlang. Ihren Namen – „schwarze Kühe" – sollen sie von Seeleuten haben: Die großen, mit Algen überzogenen Kreideblöcke am Strand wirken vom Meer aus wie eine Herde, die am Fuß der Steilwand weidet. Wer hier steht, sieht keine glatte Kliffkante, sondern eine zerfurchte Landschaft aus Rinnen und Graten. Diese Form hat einen Namen: Badlands. Die Steilküste ist in eine Abfolge von Erosionsschluchten und Spornen zerlegt, was ihr eine für die Normandie ungewöhnliche Morphologie gibt. Fachlich bedeutsam ist sie vor allem geologisch und paläontologisch – der Untergrund gilt als Fundstelle von großem Rang. Wer die zeitliche Tiefe dahinter verstehen will, findet sie in Villers-sur-Mer im Museum Paléospace l'Odyssée, das die Normandie zur Jurazeit behandelt. Der Zugang erfolgt vom Strand aus, und das Fremdenverkehrsamt von Villers-sur-Mer bietet das ganze Jahr über geführte Erkundungen an. Wer allein unterwegs ist, kann einen ausgeschilderten Naturpfad nutzen; er lässt sich ausdrucken oder kostenlos über die App Cirkwi aufs Mobiltelefon laden. Für den Fundort selbst gibt es zusätzlich einen „Naturpass" zum Herunterladen. Hunde sind erlaubt. Da man sich auf dem Strandabschnitt unterhalb der Wand bewegt, bestimmt der Tidenstand, wie viel Weg zur Verfügung steht – die Gezeitentabelle gehört zur Planung dazu.

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