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Kastelle von Neckarburken

archäologische Stätte in Deutschland

Die römischen Kastelle von Neckarburken liegen im Neckar-Odenwald-Kreis, im Ortsteil Neckarburken der Gemeinde Elztal. Sie bestehen aus zwei räumlich getrennten Kastellen, dem Westkastell und dem Ostkastell, die zur älteren Odenwaldlinie des Limes gehören. Beide Kastelle wurden zwischen etwa 100 und 159 n. Chr. genutzt, wobei das Ostkastell möglicherweise länger bestand. Zwischen den Kastellen befand sich ein Vicus, dessen Spuren heute nicht mehr erkennbar sind. Die Kastelle sind für ihre archäologische Bedeutung bekannt. Das Westkastell war ein Kohortenkastell mit einer Fläche von etwa 20.800 m² und einer Porta praetoria nach Osten. Das Ostkastell war ein Numeruskastell mit einer Fläche von etwa 6400 m² und einer Porta praetoria nach Norden. Beide Kastelle enthielten Badeanlagen, die bis in die späte römische Zeit zurückreichen. Das Ostkastellbad wurde 1982 entdeckt und wurde 158 erweitert, was eine militärische Nutzung über 159 hinaus nahelegt. Beide Kastelle sind Teil eines größeren Systems, das auch andere Kastelle wie Würzberg und Hesselbach umfasst. Sie standen im Schutz des Limes und ermöglichten eine permanente Überwachung. Das Westtor des Ostkastells ist konserviert und kann besichtigt werden. Das Museum am Odenwaldlimes in Neckarburken präsentiert Funde und Informationen zu den Kastellen und dem Limes. Der Limesverlauf zwischen den Kastellen und dem Kleinkastell Duttenberg verläuft als schnurgerade Linie. Die Kastelle und Bodendenkmale sind als Kulturdenkmale geschützt.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Germania superior
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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