Drachenhöhle Syrau
Die Drachenhöhle bei Syrau im Vogtland ist eine Karsthöhle, die durch Zufall gefunden wurde: Am 14. März 1928 stieß der Steinbruchsteiger Ludwig Undeutsch auf den Hohlraum, ein knappes halbes Jahr später, am 28. September 1928, war er für die ersten Besucher freigegeben. Die Höhle liegt etwa 15 Meter unter der Oberfläche und misst insgesamt 550 Meter, von denen 350 Meter begehbar sind. Zu sehen sind Tropfsteine, Sinterbildungen und mehrere miteinander verbundene unterirdische Seen. Das bekannteste Einzelstück ist die „Gardine“, eine rund 50 Zentimeter messende Sinterfahne, in der ein Einschussloch steckt — hinterlassen von einem sowjetischen Soldaten. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Höhle früh: Alfred Uhlemann und Ernst Weise legten bereits 1929 einen „Führer durch die Drachenhöhle“ vor. Der Andrang war zeitweise beträchtlich, 1989 zählte man 156.000 Gäste im Jahr. Weil daraufhin Schimmel und Flechten zu wachsen begannen, wurde vom Sommer 1990 an die Belüftung angepasst und die Besucherzahl begrenzt. Besichtigt wird die Höhle im Rahmen einer Führung, die Gänge sind elektrisch beleuchtet. Wie in vielen Karsthöhlen ist der natürliche Radongehalt erhöht — für kurze Besuche unbedenklich, für die Höhlenführer arbeitsmedizinisch überwacht. Der Ort Syrau gehört heute zur Gemeinde Rosenbach im Vogtland.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.
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