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Palmův palác
ehemaliges Barockpalais in Wien
Das Palais Palm war ein Barockpalais in Wien, das ursprünglich als Fürst Palm’sches Haus bekannt war. Es stand im Zuge der Schleifung der Basteien um 1857 und war die Residenz der Fürsten Palm. Das Gebäude war Teil eines Palaisensembles, das heute von der Bankgasse, der Schenken- und der Löwelstrasse begrenzt wird. Nach der Zerstörung wurde 1876 ein Mietshaus im Stil der Neu-Wiener-Renaissance an der Stelle errichtet. Das Palais Palm war bekannt für seine politische Bedeutung. Während des Wiener Kongresses 1814/15 führte Herzogin Wilhelmine von Sagan im rechten Flügel einen renommierten Salon, während die russische Fürstin Katharina Bagration im linken Gebäudeteil diplomatische Tätigkeiten ausübte. Beide Damen hatten einst ein Verhältnis mit dem Fürsten Clemens von Metternich. Die Fassade des Palais Palm zeigte barocke Merkmale wie einen neunachsigen Bau, zwei Seitenrisaliten und ein einachsiger Mittelrisalit. Das Aussehen des Palais Palm lässt sich anhand eines Stichs von Salomon Kleiner rekonstruieren. Die Fassade war mit Ortsteinquaderung gegliedert, das Sockelgeschoß gebändert und die Fenster der oberen Geschoße mit Parapetfeldern versehen. Die Beletage besaß Rund- und Giebelverdachungen. Über dem Portal stand eine reich gestaltete Wappenkartusche mit figuralem Schmuck. Ein Balusterbalkon über dem Portal war von Doppelkonsolen und figuralen Postamentaufsätzen flankiert.
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- Art
- Palast, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Wien
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