Trebnitz
Nebenfluss der Müglitz
Die Trebnitz ist ein 11,9 km langer Nebenfluss der Müglitz im Osterzgebirge. Sie entspringt nordöstlich von Liebenau in einer Höhe von etwa 580 Metern und fließt durch den Trebnitzgrund, bis sie in Oberschlottwitz in die Müglitz mündet. Der Flussname stammt aus dem slawischen „drevo“, was „Baum“ bedeutet, und wird daher als „Waldbach“ interpretiert. Der Trebnitzgrund ist ein tief eingeschnittenes Tal, das bislang kaum bebaut wurde. Das Tal gilt als eines der längsten unverbauten Bäche Sachsens. Im Talgrund entstand in den letzten Jahrzehnten ein naturnaher Bachauenwald, der Erlen, Eschen und Espen umfasst. Im Frühjahr blühen hier verschiedene Frühblüher, im Sommer nährstoffliebende Hochstauden. Der Fluss ist Lebensraum für Bachforellen, Westgroppen und den Feuersalamander. Im Tal finden sich verschiedene Waldgesellschaften mit Arten wie Bergahorn, Esche und Hainbuchen. Die Flussufer und die umliegenden Hänge beherbergen eine reiche Flora und Fauna. Der Unterlauf der Trebnitz ist seit 1961 als Naturschutzgebiet unter Schutz, und das gesamte Tal ist als FFH-Gebiet geschützt.
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