Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein

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Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein

NS-Tötungsanstalt im Schloss Sonnenstein

Die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein war eine von sechs Vernichtungsanstalten der NS-Zentralstelle für „Euthanasie“ (Aktion T4). Sie befand sich in der ehemaligen Festung Schloss Sonnenstein bei Pirna, die ab 1811 als Krankenanstalt genutzt wurde. In den Jahren 1940 und 1941 wurden hier mindestens 13.720 psychisch Kranke und geistig Behinderte sowie Häftlinge aus Konzentrationslagern ermordet. Die Anstalt war Teil der systematischen Vernichtung sogenannter „Ballastexistenzen“ durch die NS-Regierung. Die Tötungsaktion fand in einem Kellergebäude der Anstalt statt. Hier wurde eine Gaskammer eingerichtet, in der die Opfer mit Kohlenmonoxid ermordet wurden. Die Leichen wurden in Koksöfen verbrannt. Die Tötungsprozesse wurden durch Ärzte und Pflegepersonal durchgeführt, die die Todesursachen fälschlich dokumentierten. Die Opfer wurden aus verschiedenen Einrichtungen im gesamten Reich abgeholt und in der Anstalt verbrannt. Die Anstalt war Teil einer reichsweit koordinierten Aktion, die bis 1941 mit dem sogenannten „Euthanasie-Stopp“ beendet wurde. Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein erinnert an die dortigen Ereignisse. Sie wurde ab 1995 als Ausstellung im Schlosspark 11 eingerichtet. Die Kellerräume des Hauses C 16 wurden rekonstruiert, um die Vorgänge der NS-Zeit zu dokumentieren. Die Gedenkstätte dient der Aufklärung über die nationalsozialistische Vernichtungspolitik und die Opfer der „Aktion T4“.

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Art
Museum, Tötungsanstalt
Ort
Pirna

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