Curti-Schloss
Schloss in Deutschland
Das Curti-Schloss war ein zweihäusiges Adelsschloss in Groß-Umstadt, Hessen, das auf einem Burgmannenhaus errichtet wurde. Es lag nördlich der Stadtmauer und war Teil des westlichen Schutzes der Altstadt. Das Schloss war einst an der Mitte der westlichen Stadtmauer gelegen und einer der sieben Adelssitze der Stadt. Es war von einem Hexenturm der Stadtmauer geschützt, der bis 1716 existierte. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Adelshof von den Schrautenbachs bezeichnet und 1653/1654 an Johann Wilhelm von Curti verkauft, der es als Stammschloss renovierte. Nach seinem Tod wurde es von seinen Söhnen weitergeführt, wobei die Familie Curti bis ins 18. Jahrhundert in der Region präsent war. 1790 gelangte das Anwesen an die Freiherren von Gall, die es bis 1856 besaßen. 1856 wurde das Schloss an die Stadt Groß-Umstadt verkauft und später als Gefängnis und Schulgebäude genutzt. Das Schloss bestand aus zwei Gebäuden, die rechtwinklig zur Straße lagen. Das östliche Haus entstand um 1500 und war durch einen Treppenturm mit runder Wendeltreppe verbunden. Das westliche Haus wurde 1590 errichtet und hatte eine barocke Fassadengestaltung. Beide Gebäude wurden mehrfach umgebaut. Die Wappensteine der Familie Curti sind heute an der Außenmauer des Gymnasiums in Groß-Umstadt zu sehen. Die Stadt nutzt heute den Stadtrundgang, um die Geschichte des Schlosses lebendig zu halten.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Groß-Umstadt
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