Burg Lichtenfels
archäologische Stätte in Deutschland
Die Burg Lichtenfels war eine Höhenburg auf dem Burgberg, 300 m über dem Meeresspiegel, südlich der Altstadt von Lichtenfels im Landkreis Lichtenfels. Sie stand im Oberfranken-Bezirk Bayerns und war vermutlich um das Jahr 1000 von den Grafen von Schweinfurt errichtet worden. Die Burg war ein Streitpunkt zwischen den Grafen von Andechs-Meranien und dem Bamberger Bischof Otto von Bamberg, der letztlich die Oberhand gewann. Die Burg wurde im Laufe der Neuzeit aufgegeben und als Steinbruch genutzt. Die Burg spielte eine zentrale Rolle im Streit zwischen den Grafen von Andechs-Meranien und dem Bamberger Bischof. 1142 wurde die Heirat Kunizzas annulliert, worauf sie die Burg dem Hochstift schenkte. 1143 wurde ein Vertrag geschlossen, der die Burg Lichtenfels und Giech unter die Kontrolle der Grafen und des Bischofs teilte. Die Burg wurde zu einer der wichtigsten Residenzen der Grafen von Andechs-Meranien, wo häufig Gerichte abgehalten und Urkunden ausgestellt wurden. 1232 fand ein Gerichtstag statt. Heute gibt es keine Reste der Bausubstanz mehr. Die Burgstelle ist als Bodendenkmal erfasst. An ihrer Stelle steht das Haus der kirchlichen Dienste und ein Fernsehturm. Der nördliche Teil des Burgberges dient als Stadtpark. Die Burg wurde im 17. Jahrhundert abgetragen und 1743 als Steinbruch genutzt, um Material für das Rathaus zu gewinnen. 1866 wurde an der Stelle das Bergschloss gebaut, das später zu einem Asylheim und schließlich zu den heutigen Gebäuden wurde.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Bayern
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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