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Castello Piccolomini

Das Castello Piccolomini steht auf einer Anhöhe über Celano in der Provinz L'Aquila und blickt auf die Ebene des Fucino — jenes ehemaligen Sees, der im 19. Jahrhundert trockengelegt wurde und heute als weite Ackerfläche vor der Burg liegt. Seit 1893 ist der Bau Nationaldenkmal. Der Baubeginn fällt auf 1392 unter Pietro II. Berardi, dem Grafen von Celano; ältere Befestigungen an dieser Stelle sind zwischen 1356 und 1380 bezeugt. Zwischen 1451 und 1463 bauten Lionello Accrocciamuro und Antonio Piccolomini, ein Neffe Papst Pius' II., die Festung zu einem befestigten Wohnpalast aus und fügten Renaissanceformen hinzu. Der rechteckige Kernbau hat vier Ecktürme, der Mauerring elf Schildtürme und fünf Rundtürme; unterirdische Zisternen sammelten das Wasser. Der Innenhof zeigt einen zweigeschossigen Renaissance-Portikus, der Spitz- und Rundbögen kombiniert und als der eindrucksvollste Raum der Anlage gilt. Das Erdbeben in der Marsica 1915 zerstörte große Teile des Inneren; nach der staatlichen Enteignung 1938 begann 1940 die Wiederherstellung, die 1960 unter Anwendung moderner Erdbebenvorschriften abgeschlossen wurde. Heute beherbergt die Burg das Museo d'arte sacra della Marsica und wird vom italienischen Kulturministerium verwaltet.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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