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Weier, neolithische Ufersiedlung
Archäologische Stätte in Thayngen im Kanton Schaffhausen, Schweiz
Die Pfahlbausiedlung Weier ist eine jungsteinzeitliche Moorsiedlung aus der Pfyner Kultur, die zwischen 3800 und 3600 v. Chr. entstand. Sie liegt in einer flachen Talmulde südlich von Thayngen im Kanton Schaffhausen. Die Siedlung wurde 1914 entdeckt und 2011 als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen. Sie besteht aus drei Phasen, die durch Torfbänder und Gyttja-Schichten getrennt sind. Die Siedlung war eine der größten ihrer Art in der Schweiz und beherbergte vermutlich 80 bis 120 Einwohner. In den Schichten wurden mehrere Häuser in verschiedenen Bauweisen sowie Zaun, Bohlenwege und Speicher nachgewiesen. Die Funde belegen eine kulturelle Verbindung zur Pfyner Kultur und zeigen Einflüsse der Michelsberger Kultur. Zudem wurden Keramikgefässe, Holzobjekte, Kupfer und Feuersteinfunde sowie Getreidereste und Tierknochen entdeckt. Die Siedlung liegt heute in einer Brachfläche, umgeben von ehemaligen Seen. Die archäologischen Funde sind im Museum zu Allerheiligen ausgestellt. Die Überreste wurden mit Erdmaterial zugedeckt, um sie zu schützen. Die ehemalige Moorsiedlung ist durch Austrocknung und Landwirtschaft gefährdet. Die Gemeinde Thayngen plant, die Stätte für Besucher attraktiver zu gestalten, unter anderem durch das Aufstellen eines Pfahlbauhauses aus der Jungsteinzeit.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Thayngen
- Denkmalstatus
- Teil einer UNESCO Welterbestätte
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