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Palais Loß
abgerissenes Gebäude in Dresden, Kreuzstraße 10
Das Palais Loß, auch Gräflich Loss’sches Palais, steht an der Kreuzstraße 10 in Dresden. Es wurde 1773 nach Entwürfen des Architekten Johann Gottfried Kuntsch errichtet und war ursprünglich ein repräsentativer Wohnsitz. Das Gebäude wurde 1905 für den Neubau des Dresdner Rathauses abgebrochen, wobei die Originalpläne Kuntschs bis 1945 in der Sammlung König Friedrich Augusts verwahrt wurden. Das Palais war zeitweise Sitz der französischen Gesandten Baron Jean-Charles de Serra, der hier 1812 mit Napoleon verhandelte. Ab 1888 diente es als Stadthaus und ab 1891 als Sitz des Dresdner Stadtmuseums. Die Fassade zeigte ein strenges System aufgeputzter Lisenen und eingetiefte Spiegel, während das Innere als „ganz im neuen Geschmack“ beschrieben wurde. Die Rokokoschnitzerei der Türe wird dem Holzbildhauer Joseph Deibel zugeschrieben. Die Fassade und die Anlage im Inneren wurden als edel einfach und schmucklos gelobt. Die Gebäudestruktur war elf Achsen breit und vier Geschosse hoch. Die Portale im Erdgeschoss zeigten Blütenkettendekor an ihren Schlusssteinen.
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- Art
- Palast, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Dresden
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