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Jesuitenkolleg Erfurt
ehemaliges Kloster in Deutschland
Das Jesuitenkolleg in Erfurt war ein Bildungsinstitut der Jesuiten, das 1611 gegründet und 1615 in den Räumen des ehemaligen Reglerstiftes untergebracht wurde. Das Gebäude steht heute am Anger, an der Übergangsstelle zur Schlösserstraße. Es war bis 1773 von den Jesuiten genutzt und zählt zu den bedeutendsten Barockbauten der Stadt. Das Kolleg entwickelte sich schnell, hatte bereits 1618 eine Oberklasse und wurde 1619 offiziell anerkannt. 1658 kehrten die Jesuiten nach Erfurt zurück und stärkten ihre Arbeit. 1737 wurde ein neues Kollegiengebäude errichtet, das bis zum Verbot der Jesuiten 1773 genutzt wurde. Das Gebäude besitzt eine repräsentative Schaufassade zur Schlösserstraße und eine heute dominante Ostfassade zum Anger, die erst 1977 sichtbar wurde, nachdem die umliegenden Häuser abgerissen wurden. Das Jesuitenkolleg diente bis 1822 als Schulhaus und ist heute ein Geschäftshaus. Die Fassaden sind wenig verziert, da die ursprüngliche Ostfassade nur an eine schmale Gasse grenzte. Die Barockarchitektur und die Lage im Zentrum von Erfurt machen das Gebäude zu einem sehenswerten Ort.
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- Art
- Kloster, Konvent, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Erfurt
V okolí
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