Museum Fünf Kontinente
Das Museum Fünf Kontinente an der Maximilianstraße ist das erste ethnologische Museum Deutschlands. Gegründet wurde es 1862 als Königlich Ethnographische Sammlung; die Anregung stammte von Philipp Franz von Siebold, der König Ludwig I. 1835 einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete, umgesetzt hat sie dessen Sohn Maximilian II. Die Namensgeschichte des Hauses spiegelt den Wandel des Fachs: Aus der Königlich Ethnographischen Sammlung wurde 1912 das Königlich Ethnographische Museum, 1917 das Museum für Völkerkunde, 1954 das Staatliche Museum für Völkerkunde und im Herbst 2014 schließlich das Museum Fünf Kontinente. Auch das Gebäude hat eine Vorgeschichte: Eduard Riedel errichtete es 1859 bis 1865 für das Bayerische Nationalmuseum, das Völkerkundemuseum zog erst 1926 ein. Die Bestände umfassen über 160.000 Kunstwerke und Alltagsgegenstände außereuropäischer Kulturen, dazu 135.000 Fotografien und eine Fachbibliothek mit mehr als 100.000 Bänden. Gegliedert ist die Sammlung nach fünf Regionen: Subsahara-Afrika mit rund 30.000 Objekten, Amerika, Südwestasien und Nordafrika mit etwa 20.000 Objekten, Ost- und Südasien sowie Australien und Ozeanien. Getragen wird das Haus vom Freistaat Bayern. Für einen Besuch sollte man zwei Stunden ansetzen.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.
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