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Jungingen

nördlichster Stadtteil Ulms

Jungingen ist der nördlichste Stadtteil der kreisfreien Stadt Ulm in Baden-Württemberg und liegt auf der Ulmer Alb. Der Ort umfasst mehrere Weiler und gehört mit Böfingen, Mähringen und Lehr zur Region. Die Siedlungskerne entstanden im Laufe der Geschichte durch landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren Flächen und wurden durch Herrschaften wie die Grafen von Helfenstein geprägt. Jungingen wird erstmals 1275 in einer Abgabenliste erwähnt. Jungingen war im 17. Jahrhundert ein ländlicher Ort mit etwa 300 Einwohnern, die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebten. Die Dorfstruktur war geprägt von Bauernhäusern, Handwerkern und landwirtschaftlichen Nebenerwerben. Die Bevölkerung war stark auf die Landwirtschaft angewiesen, wobei Roggen, Dinkel und Flachs angebaut wurden. Zudem gab es Brunnen, Lachen als Wasservorräte und eine Bürgerwehr. Die Kirche war ein zentraler Ort, und die Bevölkerung war evangelisch geprägt. In Jungingen gibt es mehrere sehenswerte Bauwerke, darunter die evangelische Peter-und-Paul-Kirche mit Zwiebeldach und die Schapfenmühle, die Ulms zweitältester Betrieb ist. Das Getreidesilo der Schapfenmühle ist mit 114,6 m Höhe das zweithöchste in Betrieb befindliche Silo der Welt. Zudem gibt es Naturdenkmäler wie den Kesselbrunnen und den Hagener Talsteinbruch. Die Infrastruktur umfasst eine Anbindung an die Autobahn und ein Gewerbegebiet mit der Zentrale der Drogeriemarktkette Müller.

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Art
Ortsteil, Siedlungsteil
Ort
Ulm
Seehöhe
593 m

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