KlášteryNordfrankreich

Abbaye royale de Fontevraud

Die Abtei Fontevraud steht in Fontevraud-l'Abbaye im Département Maine-et-Loire, rund drei Kilometer südlich der Loire und etwa 15 Kilometer südöstlich von Saumur, dort wo Anjou, Touraine und Poitou aneinandergrenzen. Gegründet wurde sie 1101 von dem Wanderprediger Robert d'Arbrissel als Doppelkloster: Frauen und Männer lebten in getrennten Bezirken, geleitet wurde die Gemeinschaft von einer Äbtissin. Das ummauerte Gelände umfasst 13 Hektar und gehört damit zu den größten erhaltenen Klosteranlagen Europas. Bekannt ist Fontevraud vor allem als Grablege der Plantagenets. Heinrich II. (gestorben 1189), sein Sohn Richard Löwenherz (gestorben 1199) und Eleonore von Aquitanien (gestorben 1204) wurden hier bestattet; vier bemalte Liegefiguren aus dem frühen 13. Jahrhundert stehen bis heute im Schiff der 90 Meter langen Abteikirche. Nach dem Auszug der letzten Äbtissin 1792 verfügte Napoleon 1804 die Umwandlung in ein Gefängnis; in den 1830er-Jahren waren dort zeitweise bis zu 2.000 Häftlinge untergebracht, geschlossen wurde die Anstalt erst 1963. Seit 2000 gehört die Abtei zum UNESCO-Welterbe Loiretal. Der Rundgang führt durch das Grand-Moûtier, den erhaltenen Frauenkonvent, mit Kreuzgang, Kapitelsaal samt Wandbildern zur Passion und Refektorium. Das ungewöhnlichste Bauwerk ist die romanische Küche mit ihrem Kegeldach und den zahlreichen Rauchabzügen. Seit 2021 zeigt ein Museum für moderne Kunst in den Konventsgebäuden die rund 800 Werke umfassende Sammlung Cligman; die frühere Priorei Saint-Lazare am Rand des Geländes dient heute als Hotel.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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