📷 Obrázek: Wikimedia Commons
Burgwall von Senftenberg
ehemaliger Burgwall in Brandenburg
Der Burgwall von Senftenberg war eine Siedlungsanlage aus der frühen Eisenzeit, die sich im heutigen Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz befand. Er lag in den Niederungen der Schwarzen Elster und Sornoer Elster im Laugkfeld. Die Anlage wurde durch den Tagebau Sedlitz zerstört und wurde erstmals in den 1930er Jahren erforscht. Sie lag etwa zwei Kilometer nordöstlich der Peter-Paul-Kirche in Richtung Sedlitz. Die Grabungen begannen 1931 aufgrund der Bedrohung durch den Braunkohletagebau. Sie wurden von Alfred Götze geleitet und fanden in zwei Abschnitten statt. Dabei wurden über 1000 Holzpfosten, Gefäße und eine Bronzeform gefunden, die der Billendorfer Kultur zugeordnet wurden. Die Anlage war 150 Meter im Durchmesser groß und wurde in zwei Phasen besiedelt. In der ersten Phase lebten etwa 650 Menschen in geordneten Reihen, während die zweite Phase eine ungeordnete Bebauung zeigte. Die Siedlung war eine Holz- und Erdkonstruktion mit einer Ringstraße auf der Innenseite. Der Wall diente dem Hochwasserschutz und der Abwehr von Angriffen. Ein Eichenstamm diente als Brunnen, und die Bewohner betrieben Ackerbau, Viehzucht und Töpferei. Die planmäßige Anlage deutet auf Arbeitsteilung und soziale Differenzierung hin. Nach der Zerstörung durch einen Großbrand gab es keine slawische Nachsiedlung.
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- Art
- Burg
- Ort
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