Kloster Gräfinthal

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Kloster Gräfinthal

Kloster in Deutschland

Das Kloster Gräfinthal liegt in der Gemeinde Mandelbachtal im Saarland und ist ein Olivetanerkonvent, der aus dem ehemaligen Wilhelmitenkloster entstand. Es gehört zum Bistum Speyer und ist zugleich ein regionaler Marienwallfahrtsort. Die Klosteranlage entstand im 13. Jahrhundert durch die Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel, die dem Kloster eine wichtige religiöse Bedeutung verlieh. Die Klosterkirche beherbergt eine mittelalterliche Tumba, die möglicherweise die Stifterin beinhaltet, sowie das berühmte Vesperbild „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“. Der Wallfahrtsort hat eine reiche Geschichte, die bis in das 18. Jahrhundert reicht. Der polnische Herzog Stanislaus Lesczynski förderte die Klosterkirche und ließ seine Tochter in der Kirche beisetzen. Die Barockausstattung der Kirche wurde durch Prior Guillaume Gouvy erhalten. Nach der Auflösung des Konvents 1785 wurde die „Pfeilmadonna“ nach Blieskastel verlegt, und die Klosterkirche verfiel. 1803 erwarb Jean-Baptist Mathieu das Anwesen, um eine Seidenfabrik einzurichten, und baute die Kapelle um, die heute als Wallfahrtsort genutzt wird. Im heutigen Zeitalter wurde das Kloster 1993 wieder besiedelt und zum Priorat erhoben. Die Sanierung der Kapelle und die Ausgrabungen der Klosterkirche sind Teil der aktuellen Restaurationsbemühungen. Der Rundwanderweg „Gräfinthaler Weg“ führt von Gräfinthal nach Bliesmengen-Bolchen, und die Naturbühne Gräfinthal bietet seit 1932 Theateraufführungen an. Der Wallfahrtsort zählt zu den bedeutenden religiösen und kulturhistorischen Stätten des Saarlandes.

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Art
Kloster
Ort
Mandelbachtal
Denkmalstatus
Baudenkmal

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