Musée du Verre François Décorchemont
Das Musée du Verre François Décorchemont in Conches-en-Ouche zeigt Glas als künstlerisches Material in seiner ganzen technischen Bandbreite – geblasen, geformt, geschliffen. Namensgeber ist François Décorchemont (1880–1971), der aus Conches stammte und zu den bedeutenden französischen Glaskünstlern des 20. Jahrhunderts zählt. Von ihm stammen die Glasfenster der Pariser Kirche Sainte-Odile sowie die Verglasung von rund 30 Kirchen im Département Eure – wer in der Gegend unterwegs ist, begegnet seinem Werk also auch außerhalb des Museums. Die Sammlung bleibt nicht bei Décorchemont stehen, sondern führt seine Linie in die Gegenwart weiter. Vertreten sind unter anderem die Brüder Leperlier, Jean-Claude Novaro und Yan Zoritchak. Damit lässt sich verfolgen, wie sich aus der Pâte-de-verre-Tradition des frühen 20. Jahrhunderts eine eigenständige zeitgenössische Glaskunst entwickelt hat. Für ein Museum dieser Größe ist das ein ungewöhnlich klar gefasster Schwerpunkt. Untergebracht ist die Sammlung im Kulturzentrum Le V@l an der Rue Paul Guilbaud in Conches-en-Ouche, mitten im Pays d'Ouche. Für den Rundgang sollte man etwa eine Stunde einplanen. Geöffnet ist über einen langen Zeitraum von Ende Februar bis Ende November, an den meisten Wochentagen außer zu Beginn der Woche; an einzelnen Feiertagen gelten abweichende Regelungen. Glas lebt vom Licht – ein Besuch bei Tageshelligkeit zeigt die Objekte deutlich besser als an einem trüben Spätnachmittag.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.
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