Musée de la Batterie de Merville
Die Batterie von Merville liegt bei Merville-Franceville-Plage an der Mündung der Orne. Sie war eine deutsche Artilleriestellung des Atlantikwalls und ist heute ein weitläufiges Museumsgelände mit vier Kasematten, Kommandobunker, Munitionsräumen und einem Panzergraben. Der Ort ist zugleich Gedenkstätte für das 9. britische Fallschirmjägerbataillon. Gebaut wurde die Anlage von der Organisation Todt, die dafür die Firma Rittmann mit Büros in Houlgate heranzog; eingesetzt wurden örtliche und ausländische Arbeitskräfte. Zuerst entstand Kasematte 1 vom Typ H611, die größte der vier: 1400 Kubikmeter Beton gegenüber 500 bei den übrigen, rund 800 Kubikmeter Aushub und 70 Tonnen Bewehrungsstahl. Sie wurde mit Erde überdeckt, um wie ein Hügel zu wirken. Nach dem Besuch Feldmarschall Rommels am 6. März 1944 wurden die Arbeiten beschleunigt; die letzten beiden Kasematten wurden im Mai 1944 fertig. Wenige Wochen später, in der Nacht zum 6. Juni, griffen die Fallschirmjäger unter Oberstleutnant Terence Otway die Stellung an. In Kasematte 1 steht heute eine 10-cm-Haubitze tschechischer Herkunft, Skoda-Bauart, wie sie die Angreifer damals vorfanden – und nicht das schwerere Geschütz, das man erwartet hatte. Der Rundgang dauert etwa anderthalb Stunden. Bunker 1 wurde in den Zustand des 6. Juni zurückversetzt und zeigt alle zwanzig Minuten eine Ton-und-Licht-Inszenierung; die übrigen Bunker sind dem 9. Bataillon, den Lastenseglerpiloten und Kommandoeinheiten sowie der Operation Paddle vom 18. August 1944 gewidmet. Im Freigelände steht eine originale Douglas C-47, 2007 aus Bosnien zurückgeholt. Das Gelände ist überwiegend barrierefrei, Hunde sind erlaubt; geöffnet ist von Mitte März bis Mitte November.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.
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