Zienerbichl
Erhebung in der Tiroler Gemeinde Serfaus
Der Zienerbichl ist ein Hügel im Südwesten der Gemeinde Serfaus in Tirol. Er war einst Sitz einer St.-Zeno-Kapelle, die 1813 abgerissen und 1843 an einem anderen Ort neu gebaut wurde. Der Name leitet sich vom Patrozinium des Bischofs Zeno ab und wird auch als Zenobichl bezeichnet. Die archäologischen Funde zeigen, dass der Hügel in der Spätantike und im Mittelalter besiedelt war. 1972 wurden bei Bauarbeiten Mauerreste und Kulturschichten entdeckt, die auf eine mittelalterliche Bautätigkeit hinwiesen. 14C-Datierungen deuten auf das 3. bis 4. Jahrhundert n. Chr. sowie das 13. Jahrhundert hin. Zudem wurden menschliche Überreste und Tierknochen gefunden, die auf eine Siedlung mit Handelsverbindungen deuten. Das Museum Refugium St. Zeno steht über den Mauerresten eines vermutlich turmartigen Gebäudes. Es präsentiert archäologische Funde wie Ofenkacheln, Spinnwirtel und Schmuckstücke. Die Ausstellungen zeigen die Geschichte der Siedlung vom Spätantik bis ins Mittelalter. Die Grabungen von 2000 bis 2001 unter der Leitung von Thomas Reitmeier ergaben wichtige Erkenntnisse über die Nutzung des Hügels.
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- Art
- Hügel, Fundort, Archäologische Stätte
- Ort
- Serfaus
V okolí
- Burg in Serfaus6 m
- Archäologie-Museum REFUGIUM St. Zeno16 m
- Bauernhof45 m
- Wegkapelle hl. Zeno86 m
- Wegkreuz mit Brunnen346 m
- Bauernhaus654 m
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