Franziskanerkloster St. Paul
Kloster des Franziskanischen Ordens in Eisenach
Das Franziskanerkloster St. Paul war ein Kloster des Franziskanerordens in Eisenach und befand sich auf einem Gelände, das heute die obere Marktschule am Pfarrberg, die Esplanade und Teile der südlichen Stadtmauer umfasst. Es wurde 1224 von der Landgräfin Elisabeth gestiftet und gehörte zur Sächsischen Franziskanerprovinz ab 1230. Das Kloster wurde dem heiligen Paulus geweiht und war bis 1525 in Eisenach präsent. Im Zuge der Reformation wurde es 1525 aufgelöst, wodurch die Georgenkirche schwer beschädigt wurde. Das Kloster war ein romanisches Bauwerk mit einer 57,6 Meter langen Kirche und einer dreischiffigen Krypta. Es zeigte bauliche Parallelen zu anderen thüringischen Franziskanerklöstern, wie in Saalfeld, Arnstadt und Mühlhausen. Die Franziskanerkirche am Pfarrberg wurde später teilweise rekonstruiert. Das Gelände war 1599 säkularisiert und wurde in den 1730er Jahren für den Bau einer Garnisonskirche genutzt. Im Bereich des ehemaligen Klostergeländes wurden 1915 und 1994 archäologische Funde dokumentiert. Die Reste des Klosters sind heute Teil des Geländes der Marktschule und des Hotels. Die ehemalige Klosterkirche wurde als Teil der Franziskanerkirche am Pfarrberg erhalten. Die Umgebung umfasst die Esplanade, die südliche Stadtmauer und den Pfarrberg.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Eisenach
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