[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"spot-0325b1a":3,"spot-content-0325b1a":48,"spot-nearby-0325b1a":72},{"id":4,"shorturl":5,"deflang":6,"address":7,"macaddress":7,"activated":8,"closed":9,"closed_until":7,"lat":10,"lng":11,"name":12,"title":13,"description":14,"url":15,"ogimage":7,"favicon":7,"closed_note":7,"image":16,"audioguide":7,"categories":17,"created_at":43,"updated_at":44,"city":45},15,"0325b1a","de",null,true,false,48.015,14.7461,"Burgruine Gleiß","","Die Burgruine Gleiß\n\nHoch über dem rechten Ufer der Ybbs, auf einem schroffen Konglomeratfelsen in der niederösterreichischen Eisenwurzen, liegen die Reste der Burgruine Gleiß. Sie gehört heute zur Ortschaft Gleiß in der Marktgemeinde Sonntagberg und erinnert an einen Ort, dessen Geschichte weiter zurückreicht als die vieler anderer Siedlungen der Region.\n\nDer Name Gleiß führt bis an die Wurzeln der österreichischen Geschichte. Am 15. Juni 993 schenkte Kaiser Otto III. einem Sachsen namens Sachso drei königliche Hufen an jener Stelle, an der zuvor ein slawischer Siedler namens Gluzo zu roden begonnen hatte. Aus dessen Namen leitet sich die alte Bezeichnung „Gluzengisazi“ ab, also der „Sitz des Gluzo“. Damit zählt Gleiß zu den ältesten urkundlich fassbaren Besiedlungsnachweisen jener Mark, die den Namen Ostarrîchi trug und aus der später Österreich hervorging.\n\nIm 12. Jahrhundert saß hier das Geschlecht der Grafen von Seeburg und Gleiß. Graf Geros Sohn Wichmann brachte es bis zum Erzbischof von Magdeburg und mischte im politischen Geschehen der Stauferzeit mit. Nach dem Aussterben der Familie fiel die Herrschaft an das Bistum Passau, ehe sie gegen Ende des 14. Jahrhunderts an die mächtigen Herren von Walsee überging. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer häufig: Auf die Walseer folgten unter anderem die Eitzinger, die Freiherren Hofmann und schließlich der wohlhabende Klingenschmied und spätere Steyrer Bürgermeister Daniel Strasser, der die Herrschaft 1576 erwarb.\n\nZu besonderem Glanz kam Gleiß mit den Grafen und späteren Fürsten Montecuccoli. Zu ihnen zählte Raimund Montecuccoli, der 1664 in der Schlacht bei Mogersdorf ein osmanisches Heer schlug und als einer der bedeutendsten Feldherren seiner Zeit galt. Um 1700 gelangte die Herrschaft an die Grafen Orsini-Rosenberg, die den Besitz über nahezu zwei Jahrhunderte in ihren Händen hielten. Für die Burg selbst bedeutete das jedoch den langsamen Bedeutungsverlust: 1751 verlegten die Rosenberger ihren Wohnsitz in das neu errichtete Schloss Zell, sodass die alte Anlage über der Ybbs nach und nach ihre zentrale Rolle einbüßte.\n\nDas endgültige Ende kam mit den Napoleonischen Kriegen. 1805 setzten französische Truppen die bis dahin gut erhaltene Burg in Brand. Ein Wiederaufbau unterblieb, und das verlassene Gemäuer verfiel zusehends. Um das Jahr 1850 stürzten schließlich große Teile der Mauern in sich zusammen. Was zuvor über Jahrhunderte Herrschaftssitz und Wehrbau gewesen war, sank damit zur Ruine herab.\n\nWie die Anlage in ihrer Blütezeit aussah, lässt sich noch erahnen: Der berühmte Kupferstecher Matthäus Merian bildete Gleiß um 1649 als stattliche Burg über dem Fluss ab. Heute stehen von diesem einst wehrhaften Bau nur noch verwitterte Mauerreste auf dem Felsen. Sie sind stille Zeugen einer langen Geschichte, die von einer slawischen Rodung im 10. Jahrhundert über kaiserliche Schenkungen und mächtige Adelsgeschlechter bis zum Feuer der napoleonischen Zeit reicht. Für Wanderer und Geschichtsinteressierte in der Region ist die Burgruine Gleiß daher weit mehr als ein malerisches Fragment: Sie markiert einen der ältesten Ursprungsorte des Landes.","https:\u002F\u002Fwww.sonntagberg.gv.at\u002F","https:\u002F\u002Fupload.wikimedia.org\u002Fwikipedia\u002Fcommons\u002Fthumb\u002Fe\u002Fe7\u002FGleiss_Merian_klein.jpg\u002F1280px-Gleiss_Merian_klein.jpg",[18,23,28,33,38],{"id":19,"name":20,"kind":21,"slug":22},10,"Hrady","type","burgen",{"id":24,"name":25,"kind":26,"slug":27},11,"Niederösterreich","region","niederosterreich",{"id":29,"name":30,"kind":31,"slug":32},12,"Mostviertel","quarter","mostviertel",{"id":34,"name":35,"kind":36,"slug":37},13,"Bezirk Amstetten","district","bezirk-amstetten",{"id":39,"name":40,"kind":41,"slug":42},150,"Rakousko","staat","osterreich","2026-07-17T09:45:02.000000Z","2026-07-21T06:13:01.000000Z",{"name":46,"slug":47},"Sonntagberg","sonntagberg",{"heading":49,"paragraphs":50,"facts":51,"sources":66},"Burgruine in Niederösterreich",[],[52,55,57,60,63],{"label":53,"value":54},"Art","Burgruine",{"label":56,"value":46},"Ort",{"label":58,"value":59},"Adresse","Rotte Gleiß",{"label":61,"value":62},"Erbaut","993",{"label":64,"value":65},"Denkmalstatus","Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich",[67],{"kind":68,"url":69,"title":12,"license":70,"license_url":71,"attribution":7,"retrieved_at":44},"wikidata","https:\u002F\u002Fwww.wikidata.org\u002Fwiki\u002FQ1015297","CC0-1.0","https:\u002F\u002Fcreativecommons.org\u002Fpublicdomain\u002Fzero\u002F1.0\u002F",[73,82,91,99,109,117],{"id":74,"shorturl":75,"name":76,"lat":77,"lng":78,"type":79,"place":46,"categories":80,"distance_m":81},42,"9e6c3b6","Kloster Gleiß",48.01429,14.7465,"monastery",[],84,{"id":83,"shorturl":84,"name":85,"lat":86,"lng":87,"type":88,"place":46,"categories":89,"distance_m":90},15983,"a6068fa","Figurenbildstock hl. 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