La Petite France
Die Petite France ist das südwestliche Ende der Grande Île, der von zwei Armen der Ill umflossenen Altstadtinsel von Straßburg. Hier fächert sich der Fluss in mehrere Kanäle auf, dazwischen liegen enge Gassen, Schleusen und Brücken. Der Bezirk gehört seit 1988 gemeinsam mit der übrigen Grande Île zum UNESCO-Welterbe. Der Name geht auf ein Hospiz zurück. 1503 wurde das Blatterhüs eingerichtet, ein Haus für Kranke, die sich mit der Syphilis angesteckt hatten – einer Krankheit, die man in Straßburg dem Durchzug französischer Landsknechte aus den Italienkriegen zuschrieb und deshalb Franzosenkrankheit nannte. 1687 zog das Hospiz in die Rue des Moulins um und hieß fortan Französel, auf Französisch Petite France. In den Gassen arbeiteten Gerber, Müller und Fischer; die Rue du Bain-aux-Plantes war das Zentrum des Gerberhandwerks, ihre Häuser tragen die weit geöffneten Dachböden, in denen die Häute zum Trocknen hingen. Erhalten sind Fachwerkhäuser des späten Mittelalters und der Renaissance, darunter die Maison des Tanneurs von 1572. Am westlichen Ende schließen die Ponts couverts den Bezirk ab, eine Brückenfolge mit vier viereckigen Wehrtürmen der alten Stadtbefestigung. Dahinter liegt das Barrage Vauban, ein Sperrwerk aus dem späten 17. Jahrhundert nach Plänen Vaubans, das die Ill im Verteidigungsfall aufstauen sollte; auf seinem Dach liegt eine Terrasse mit Blick über die Türme, die Kanäle und die Dächer der Altstadt. Die Wege sind kurz und gut zu Fuß zu bewältigen.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.
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